Split – Solin – Salona – Trogir und zurück – Reisebericht

Unseren letzten Sommerurlaub verbrachten wir in Split. Nachdem wir in der ersten Woche sehr viel in Split unternommen hatten und alle Sehenswürdigkeiten ausgiebig bewundert hatten beschlossen wir, dass es Zeit war auch mal die Städte in der Umgebung kennenzulernen. Wir einigten uns darauf früh aufzustehen, gut zu frühstücken und uns dann auf in das alte Städtchen Salona zu machen. Nach wenigen Kilometern erreichten wir Salona. Schon auf dem Parkplatz sahen wir alte Grabmäler und Skulpturen. Nicht weit entfernt befindet sich ein kleines Haus. Hier kauften wir unsere Eintrittskarten um das Gelände zu besichtigen und bekamen einen Flyer mit Beschreibungen ausgehändigt.

Obwohl es noch früh am Vormittag war, schien die Sonne vom wolkenlosen Himmel und es war schon sehr heiß. In unserem Reiseführer stand, dass Salona vor ungefähr 2000 Jahren errichtet wurde und damals dort über 60.000 Menschen wohnten. Die meisten Überreste sind teils unter Gras verdeckt und schon ziemlich in der Erde versunken, aber das Amphitheater ist noch recht gut erhalten und man kann die gigantischen Ausmaße erkennen. Man kann nach ganz unten klettern, wo früher die Schauspieler standen und die vielen Reihen nach oben sehen. Wir waren ganz schön beeindruckt, wie riesig das Amphitheater war. Außerdem kamen wir noch an einem Theater, dem Forum und einem imposanten Tor vorbei. Da es immer heißer wurde und die einzelnen Fundstücke teilweise ziemlich weit voneinander entfernt lagen war der Besuch zwar interessant aber auch ziemlich anstrengend. Auf dem Weg zurück zu unserem Auto kamen wir an einem kleinen schattigen Park vorbei, der ebenfalls zu der Ausgrabungsstelle gehört. Hier standen Bänke im Schatten und man konnte weitere Skulpturen und Denkmäler betrachten. Dann gingen wir noch kurz in das Haus, wo wir auch die Eintrittskarten gekauft hatten. Dort gab es einen Raum, der dem Entdecker der Fundstelle gewidmet ist. Hier gibt es Fotos und Notizen zu sehen, außerdem ein großes Buch, in das sich jeder Besucher eintragen kann. Neben vielen kroatischen Eintragungen fanden wir auch deutsche, englische, italienische und viele weitere.

Anschließend beschlossen wir nach Solin zu fahren, das aus dem ehemaligen Salona entstand. Hier setzten wir uns direkt in eins der unendlich vielen Cafés und bestellten erstmal etwas zur Abkühlung. Nach dem wir ausgetrunken hatten gingen wir weiter in die Stadt hinein. Hier gibt es alten Kirchen und einige schöne Häuser. Viel mehr kann man in Solin leider nicht sehen.

Da es erst früher Nachmittag war überlegten wir uns mal einen Abstecher nach Trogir zu machen. Wir hatten in unserem Reiseführer schon viel über die kleine mittelalterliche Stadt gelesen. Die Fahrt dauerte nicht lange und schon waren wir da. Wir ließen unser Auto außerhalb der Stadt stehen und machten uns die letzten paar Meter zu Fuß auf den Weg. Schon beim Aussteigen aus dem Auto sahen wir das Meer glitzern. Auf unserem Weg in die Stadt kamen wir an mehreren Häusern vorbei. Vor einem war ein Stand aufgebaut, an dem zwei Kinder Muscheln, Seeigel und anderes Meeresgetier verkauften. Die teilweise sehr großen Muscheln waren zwar schön anzusehen, aber irgendwie war der Gedanke auch unheimlich, dass dies alles aus dem  Meer kam, in dem wir gestern schwimmen waren. Also gingen wir weiter ohne etwas gekauft zu haben. Nach knapp 15 Minuten erreichten wir die Innenstadt. Wir gingen durch ein schönes Steintor und befanden uns unmittelbar im Zentrum von Trogir. Kurze Zeit später kamen wir an einem Touristenbüro vorbei. Das war zwar noch im Umbau, aber trotzdem konnte man hier Karten, Bücher, Andenken und vieles mehr über Trogir, Split und Umgebung kaufen. Wieder draußen stießen wir auf eine sehr schöne und große Kathedrale. Allerdings hatten wir nicht die richtige Kleidung an und konnten deshalb das Innere nicht besichtigen. Der Eintritt kostet einige Kuna und so wie die Kirche von Außen aussieht lohnt sich der Eintritt auch. Wir machten nur ein paar Fotos und schlenderten dann auch schon wieder weiter.

In Trogir gibt es sehr viele Cafés und auch einige Restaurants, die teilweise ganze Hinterhöfe einnehmen. Allerdings waren wir wegen der Hitze nicht hungrig und da wir uns unterwegs etwas zu trinken gekauft hatten auch nicht durstig. Nachdem wir mehrere Male abgebogen waren standen wir auf der schönen hellen Riva. Auch hier gab es wieder ein großes Angebot an Restaurants, Cafés und Bars. Unter Palmen standen viele Bänke, von denen aus man einen guten Blick auf die prachtvollen Yachten hatte. Am Ende der Riva sahen wir eine alte Festung, das Kastell Kamerlengo. Wir bezahlten den Eintritt und stiegen bis nach oben auf die alte Festung hinauf. Hier hatten wir einen super Ausblick auf Trogir und machten schöne Fotos. Leider war es oben so windig, dass wir keine Fotos von uns machen konnten. Die Festung ist zwar klein, aber da sie noch sehr gut erhalten ist kann man sich hier vieles ansehen. Die Treppen in die höheren Etagen sind recht wackelig und schmal. Hier sollte man besser aufpassen und sich gut festhalten, vor allem das Runtergehen ist unangenehm.

Wieder draußen auf der Riva gingen wir noch durch die Altstadt und schauten uns weitere schöne Denkmäler und Sehenswürdigkeiten an. Als es langsam dunkel wurde machten wir uns über eine klappbare Brücke auf den Weg aus Trogir hinaus zu unserem Auto. Auf der Brücke, die Trogir mit Civo verbindet, herrschte reger Verkehr. In Trogir selbst fahren keine Autos, aber auf der Brücke kamen scheinbar kreuz und quer aus allen Richtungen Autos. Die beiden Bürgersteige waren voller Besucher und Einheimischer, die entweder nach Trogir oder die andere Richtung wollten. Wir warfen noch einen letzten Blick auf die schöne Kleinstadt und machten uns dann doch ziemlich erschöpft und müde auf den Heimweg wieder zurück nach Split.

Comments

  1. Das Amphietheater habe ich auch schon mal angesehen absolut beeindruckend!!! Richtige Stadion-Atmosphäre kann man sich da vorstellen. Ob irgendwo noch Aufführungen in Amphietheatern stattfinden? Bine

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